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Avia Tankstelle Braun Mineralöle, Diepersdorf

Faszination in blauer Stunde

Wenn die installierten Lichtsensoren erkennen, dass die blaue Stunde beginnt, schaltet sich das helle LED-Licht der neuen SB-Waschplatzanlage in Diepersdorf, einem Ortsteil der mittelfränkischen Gemeinde Leinburg in unmittelbarer Nähe zum Autobahnkreuz Nürnberg, selbständig ein. In diesem Moment entsteht ein scharfer hell-dunkel Kontrast, der die JetWash-Anlage mit rotem Farbdesign wirkungsvoll hervorhebt und aus noch größerer Entfernung sichtbar macht. Eine beleuchtete Attika gibt der Anlage einen würdigen, einladenden Rahmen. Die moderne Drei-Platz-Anlage vom Augsburger Waschanlagenhersteller WashTec steht mit einer unbemannten AVIA Tankstelle auf einem sehr großen Grundstück an einer relativ schmalen Straße, die in ein leicht überschaubares Gewerbegebiet führt. „Wir beauftragten einen Immobilienmakler mit der Suche nach Tankstellen und Waschparks“, sagt Siegfried Büttner, Prokurist bei der Ernst Braun Mineralöle GmbH in Nürnberg und verantwortlich für Projekte, Marketing und Tankstellen. „Nach positiven Absatzentwicklungen bereits realisierter Avia Xpress-Automatenstationen in Kombination mit Waschparks wissen wir, dass diese Art von Anlagen immer größere Akzeptanz finden.“

Wieder WashTec, selbstverständlich

Die Entscheidung, welcher Waschanlagenhersteller für die Installation der innovativen Techniklösungen beauftragt wird, musste nicht neu verhandelt werden, denn Braun Mineralöle ist auch an anderen Standorten mit Technik von WashTec präsent. Nach eineinhalb Jahren Betrieb „können wir konstatieren, dass die SB-Wäsche sehr gut angenommen wird.“ So gut, dass es auch einen Waschplatz mehr hätte sein können. Vor allem für „Stoßzeiten“, um den SB-Wäschern beste Bedingungen mit nur kurzen Wartezeiten bieten zu können. „Mit dem Geschäft in den SB-Plätzen verhält es sich ähnlich mit dem an Tankstellen. In 20 bis 30 Prozent der Öffnungszeit wird 80 Prozent des Umsatzes gemacht.“ Der Wettbewerb in der mittelbaren Umgebung bei einem Reifenhändler im nächsten Ort und SB-Waschboxen in der nächsten Kleinstadt, ebenso im Gewerbegebiet ist weit genug entfernt, um sich gegenseitig das Leben schwer zu machen. „Wir profitieren hier in Diepersdorf von Gewerbegebiet, von der Straße und vom Ort.

WashTecs JetWash-Ausstattungen entsprechen genau dem, was sich Diepersdorfer SB-Wäscher wünschen – leistungsstark, flexibel und individuell. Das Farbkonzept vereinfacht die Bedienung in richtiger Reihenfolge und schafft vor allem deswegen glanzvolle Waschergebnisse, weil die Fahrzeuge mit Waschchemie von AUWA gereinigt und gepflegt werden – optimale Wirkung in allen Bereichen, ganz gezielt und sehr effizient. „Das Farbkonzept vereinfacht die Sache für die Kunden sehr. Die Farbcodierungen bei der Programmbeschilderung und die dementsprechend farbigen Schläuche an Lanzen und Bürste geben ihnen Sicherheit beim Griff zum richtigen Reinigungsgerät.“ Die SB-Wäscher freuen sich besonders darüber, dass ihnen Powerschaum geboten wird. „Als er damals aufkam, führte die Entscheidung im Hause Braun zugunsten des Powerschaums“, erinnert sich Siegfried Büttner noch gut und sagt auch: „Der Effekt und der Geruch überzeugten uns, dieses Programm mit aufzunehmen.“ Der Intensiv-Vorreinigung folgen Powerschaum, Hochdruckwäsche und Schaumauftrag mit der Bürste, Zwischenspülen, Wachspflege und fleckenfreies Spülen. Am Bedientableau zeigen drei LED-Lämpchen dem Kunden das jeweils aktvierte Programm. Schaltet er weiter, bestätigt ein akustisches Signal den Tastendruck. Die gut lesbaren Guthabeninformationen werden im Klartextdisplay angezeigt. SB-Wäscher bezahlen mit Jetons, die sie zuvor am Wechselautomaten erhalten. Der Wechsler ist an einer Außenwand des Technikraums angebracht.

Technik auf höchstem Niveau

Im Technikraum fanden alle WashTec-Komponenten bequem Platz. Die hochwertige wartungsarme Technik gewährleistet, die Waschboxen in dauerhaftem Betrieb zu führen, selbst in den Wintermonaten. Sinken die Außentemperaturen unter null Grad, wird das Frostschutzsystem automatisch aktiviert. Auch die Böden werden beheizt, „damit der Frost da nicht reinkommt.“ Ein Osmose-System garantiert, dass die Fahrzeugoberflächen fleckenfrei abtrocknen. Der Strom, der für den Betrieb der Anlage benötigt wird, kommt von den Solarmodulen der Photovoltaik-Anlage, die auf dem Dach der Pflegeplätze installiert sind. Strom, der auch den Betrieb der Wärmepumpe sicherstellt, um das Wasser im Pufferspeicher entsprechend warm zu halten. Reicht die Warmwassermenge aufgrund hohen Waschaufkommens nicht aus, „können wir auch zuheizen, weil wir eine Zusatzheizung anschließen ließen. Der Speicher ist von WashTec so groß konzipiert worden, dass die Wassermenge reicht.“ Der eigenproduzierte Strom wird überwiegend selbst verbraucht. „Den meisten Strom braucht die Wärmepumpe. Den nicht gebrauchten Strom – etwa zehn Prozent – speisen wir ins öffentliche Netz ein.“

Auch innen fein rein

Für die Fahrzeuginnenreinigung nutzen die Kunden zwei nicht überdachte Saugerplätze, die jeweils mit einem Doppelsauger und Mattenklopfer ausgestattet sind, die den drei SB-Waschboxen gegenüber liegen. Kunden, die ihre Fußmatten mit dem Mattenreinigungsgerät, das sowohl trocken als auch nass reinigt, säubern wollen, nutzen den elektrischen Fußmattenreiniger neben der Waschbox. Zwei SB-Staubsauger in Einzelausführung stehen auf den sechs Pflegeplätzen unter dem Dach.

Viel Platz für WashTec-Technik

Den ursprünglichen Plan, das Grundstück lediglich mit einer unbemannten Tankstation zu bebauen, gab die Geschäftsführung von Braun Mineralöle jedoch wieder auf, da das Grundstück dafür viel zu groß war. „Aus diesem Grund überlegten wir, eine SB-Waschpatzanlage dazu zu bauen.“ Weitere Überlegungen für die Art und Weise der künftigen Grundstücksnutzung thematisierten das spannende Thema Elektromobilität und eine großen Photovoltaikanlage. Stellplatzfläche, um Elektrofahrzeuge an Schnellladesäulen wieder aufzuladen, böte sich an. Dachfläche über Sauger- und Pflegeplätze könne gebaut werden. „Als Energielieferant sollte man auch über den Tellerrand schauen und für die Zukunft gut aufgestellt sein. Die meisten unserer Tankstellen – sofern groß genug – sind mit einer Photovoltaikanlage bereits ausgerüstet“, sagt Siegfried Büttner. Nach einer gründlichen Standortanalyse, die „wir auf die Kraftstoffanalyse für die geplante Automatenstation aufbauten, erstellten wir das Geländekonzept für das Grundstück.“ Die Geschäftsführung entschied sich schließlich für Automaten-Tankstelle, einen SB-Waschpark, für Doppel- und Einfach-Saugerplätze sowie Pflegeplätze, die zum überwiegenden Teil überdacht und mit Photovoltaik-Modulen belegt sein sollten. Die Solarmodule sollten in Summe nahezu 100 Kilowatt Peak elektrische Leistung schaffen.

Vor Baubeginn im August 2017 mussten wichtige Unterlagen eingereicht werden, um die behördlichen Genehmigungen zu bekommen. „Wir sind hier im Gewerbegebiet und mussten beispielsweise ein Lärmschutzgutachten abgeben. Die Lärmmessungen ergaben, dass wir unter dem erlaubten Wert der Schallimmissionen durch Außenlärm lagen.“ Die Bauarbeiten konnten bereits im Oktober 2017 abgeschlossen, obwohl der Lehmboden ausgetauscht werden musste, um die Tragfähigkeit des Grunds zu verbessern. Der erste Verkauf begann noch im gleichen Monat. Die Tankstelle läuft im Betrieb rund um die Uhr, die Öffnungszeiten der SB-Wäsche sind sehr lang – Montag bis Sonntag von 06 bis 22 Uhr. „Wir bemühten uns bei der Behörde sehr, eine lange Öffnungszeit genehmigt zu bekommen.“ Ein Videokamerasystem überwacht das gesamte Grundstück.

Text/ Bilder: Bernd Fiehöfer