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Avia Tankstelle, Lehrberg

Abenteuer Autowäsche in der ersten Reihe

Der Lehrberger Frank Güllich erlernte den Beruf eines Maurers und legte später die Meisterprüfung ab. Anschließend gründete er ein Bauunternehmen. In der Folge kaufte er Grundstücke, die ihm zusagten, um darauf Wohnhäuser zu bauen mit der Absicht, sie zu vermieten. Da es auf dem Bau ziemlich schmutzig ist, musste er seine Fahrzeuge regelmäßig waschen. „Ich fuhr schon immer gern Autowaschen“, verrät der Maurermeister, der diese Arbeiten deswegen selbst übernahm. Sein ‚Stammtisch‘ war eine SB-Waschanlage in Ansbach. „Irgendwann dachte ich mir, so etwas kann ich Autofahrern auch anbieten.“

Erst mit passendem Konzept

Andere Bauprojekte waren zunächst der Grund dafür, dass er seinen Start in die SB-Autowäsche verschob. Als die Schaufel nach dem letzten realisierten Bauprojekt noch nicht richtig aus der Hand gelegt war, kamen „mir die Waschboxen wieder in den Sinn. Ich fuhr im August 2016 ein weiteres Mal zur Gemeinde und trug meine Anliegen, ein Grundstück für eine moderne SB-Waschplatzanlage erwerben zu wollen, vor.“ Sein Plan war, dafür Grund und Boden unmittelbar an der Ende 2010 fertiggestellten Ortsumgehung Lehrbergs zu erwerben. Die vielbefahrene B13 beginnt bei Würzburg, führt inzwischen an Lehrberg vorbei nach Ansbach und weiter nach Ingolstadt, München und schließlich Bad Tölz. „Hier fahren täglich bis zu 15.000 Fahrzeuge vorbei“, wusste Frank Güllich längst. Deswegen war es ihm wichtig, genau dort ein Grundstück für die Autowäsche zu kaufen. Freie Fläche gab es genug. Die Lehrberger Bürgermeisterin lehnte jedoch seinen Wunsch, dort ein 2.500 Quadratmeter großes Grundstück zu erwerben, ab. Sie begründete, dass in der ersten Reihe was Gescheites hingehöre. Da Frank Güllich bereits Kontakt zu einem Kundenbetreuer WashTecs hatte, legte er ihm die Problematik dar. Der Augsburger Fachberater schlug ihm vor, die SB-Autowäsche mit einer Tankstelle zu kombinieren und schaffte eine Verbindung zur Ernst Braun Mineralöle GmbH in Nürnberg. Prokurist Siegfried Büttner, verantwortlich für Projekte, Marketing und Tankstellen, fuhr nach Lehrberg, traf Frank Güllich am Ort des Geschehens und sagte ihm, okay, der Standort passt. Daraufhin erstellten beide eine präzise Standortanalyse und ein sinnvolles Geschäftskonzept für eine durchgängig geöffnete Avia-Automatentankstelle ohne Shop und SB-Waschpark inklusive Imbissplatz. Die Bürgermeisterin genehmigte schließlich das so geplante Vorhaben und schloss den Kaufvertrag mit Frank Güllich über ein 4.000 Quadratmeter großes Grundstück.

Dem Besten auf der Spur

Über Waschanlagen generell und das SB-Waschgeschäft im Besonderen informierte er sich zunächst im Internet. „Als Maurermeister hatte ich ja keine Ahnung von der Autowäsche.“ Er fand bei seinen webbasierten Recherchen so auch heraus, wer die besten Waschanlagen herstellte. Es hieß dort, WashTec ist der weltweit führende Hersteller von innovativen Lösungen rund um die Fahrzeugwäsche. Ich schaute mir dessen SB-Anlagentechnik und die Designvarianten im Netz sehr genau an und kam dann von WashTec nicht mehr los.“ In den Planungsgesprächen stellte sich sehr schnell heraus, wie die künftige Anlage aussehen wird – drei Waschboxen, ein Freiwaschplatz mit Treppe und Laufsteg, Rack-Anlage, beheizte Böden in den Boxen, Osmoseanlage aufgrund des kalkhaltigen Wassers. „Ich wollte unbedingt ein Shed-Dach für die Waschboxen, weil es vom Design her einfach das Schönste ist. In der ersten Reihe sind sie nun ein regelrechter Blickfang.“ Die Boxen sind deutlich breiter als der Standard. Die Kunden können bei Bedarf zurücktreten und stehen nicht mehr im Nebel des Wassers besonders dann, wenn der Wind durch die Boxen bläst. „Die Fahrzeuge werden auch immer voluminöser, das Standardmaß der Waschboxen wurde meiner Meinung nach zu klein. Auch mein Freiwaschplatz ist größer, Galgen und Laufsteg sind länger. So ist der Platz für die Transporter auch geräumiger. Die Kunden merken das und sagen es mir manchmal sogar.“ Frank Güllich orientierte sich für eine passende Optik nach dem Rot der Avia und schuf dadurch ein harmonisches Ensemble als Ganzes. Den Waschboxen liegen vier Staubsaugerplätze gegenüber, die auch breiter sind. „Ich wollte, dass die Kunden die Türen ihres Autos ordentlich öffnen können.“

Farbkonzept überzeugt

Frank Güllich bietet seinen Kunden sechs Waschprogramme nach dem Farbkonzept. Ein Konzept, das den Waschablauf vereinfacht und den Kunden bessere Waschergebnisse bringt. Er entschied sich für den Ampel-Farbcode in den Waschboxen, damit seine Kunden nach der Wahl des jeweiligen Programmschrittes das entsprechend dazugehörige Waschwerkzeug wählen und nicht verwechselt werden. Im Unterschied dazu waschen die Kunden auf dem Freiwaschplatz grün-gelb. Er entschied sich für Powerschaum und dem High-End-Polymer ShieldTecs, um seinen Kunden das Beste für ihre Fahrzeuge anzubieten. Den Kunden fällt sofort auf, wie gut und lange der schneeweiße Powerschaum auf den Fahrzeugoberflächen haftet. „Das Wachs ist vom Feinsten. Lassen es die Kunden aus, bekommen sie von mir eine Münze, um es testen zu können. Den tollen Effekt bemerken sie selbstverständlich. Das war und ist für mich die beste Werbung und wohl der wesentliche Grund dafür, dass bereits nach drei Wochen schon viele Kunden wiederkommen.“ Frank Güllich stellte auch die Waschzeiten sehr human ein. „Ich will nicht das schnelle Geld verdienen, sondern möchte, dass die Kunden dauerhaft wiederkommen.“ Das Bedienterminal braucht für den Start jeder Wäsche Bares. 50 Cent, ein und zwei Euro Geldstücke akzeptiert das Terminal. „Der Münzwechsler nimmt darüber hinaus Geldscheine von den Kunden und gibt ihnen wertgleich Jetons zurück.

Vor-Ort-Dialoge

Der engagierte Betreiber kümmert sich in der Startphase persönlich um die Anlage, sucht das Kundengespräch, erklärt die Waschprogramme wieder und wieder. Er gibt ihnen Flyer für Freunde und Arbeitskollegen in die Hand und lässt sie von der Post in umliegenden Ortschaften verteilen. Der Kundenkreis wächst nahezu täglich, die nächste SB-Fahrzeugwäsche liegt sechs Kilometer entfernt. Weniger auffällig ist seine Einstellung, für die Umwelt Gutes zu tun. Auf dem Dach seines kleinen Garagentraktes ließ er eine Photovoltaik-Anlage installieren, die 16 Kilowatt Peak schafft. Deswegen neigte er die Dachfläche leicht. Die ressourcenschonende Anlage versorgt die SB-Anlage mit Strom, wenn die Sonne scheint. Eine Gastherme betreibt die Heizung. Für eine andere Konstellation „hätte ich eine teure Wärmepumpe gebraucht. Photovoltaik ist eine saubere Sache, die sich auch auf meine Stromrechnung positiv auswirken wird.“ Dass er eine Garage als Lagerhalle für Waschchemieprodukte von AUWA und als Abstellort sonstiger Geräte nutzen kann, ist praktisch und vorteilhaft. Die weiteren Garagen vermietet er an Besitzer von luxuriösen Personenkraftwagen, die bei schlechter Witterung nicht unter der Laterne übernachten sollen.

Sicherheit zuerst

Frank Güllich ließ das gesamte Areal mit LED-Lampen beleuchten, deren Stärke und Farbe er der bereits vorhandenen Straßenbeleuchtung anpasste. Sie leuchten in allen Nachtstunden, nicht nur während der Öffnungszeiten des Waschparks Lehrberg, der sieben Tage die Woche von 6 bis 22 Uhr geöffnet hat. „Für mich ist Helligkeit in der Nacht wichtig. Vor allem möchte ich den Kunden dadurch ein gutes Gefühl Sicherheit geben, auch im Bereich der unbemannten Tankstelle.“ – Die Tankstelle „kaufte“ sich übrigens in den Technikraum „ein“. Den dort installierten Stromanschluss nutzen SB-Wäsche und Tankstelle gemeinsam. Als Frank Güllich schließlich von Projektdetails erzählt, wird schnell klar, dass er mit so manchen Herausforderungen in der Bauphase kämpfte. Sein Fazit: „Das Projekt SB-Wäsche und Tankstelle wurde parallel realisiert. Ich baute die Anlage größtenteils selbst und war über vier Monate jeden Tag von sieben Uhr in der Früh bis zum Abend zehn Uhr vor Ort, um jede Menge Eigenleistungen einzubringen. Sonst wären mir die Kosten so aus dem Ruder gelaufen, dass die Rentabilität in Schieflage geraten wäre.“ Er nennt stellvertretend ein gutes, zugleich herausforderndes Beispiel: „Die Grundwasserverhältnisse überraschten mich sehr. Wenn man hier auf der grünen Wiese zwei Meter in die Tiefe gräbt, läuft die Grube sofort mit Wasser voll. Deswegen mussten wir Pumpenschächte installieren, um den Grundwasserspiegel zu senken, um überhaupt arbeiten zu können. Der Boden war so instabil, dass wir ihn mit einem halbmeterhohen Kalk-Zementgemisch aufbereiten mussten, um ihn tragfähig zu bekommen. Für Tiefbau und Asphaltierung beauftragte ich eine Firma. Das Pflaster wurde mit einer Maschine verlegt, 500 Quadratmeter an einem Tag. Ohne Eigenleistung hätte ich dieses Projekt nicht realisieren können.“

Text / Bild: Bernd Fiehöfer