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Maxi Car Wash GmbH, Rümlang/ Schweiz

Frischer Wind im Familienbetrieb

Männer, so heißt es, sind nicht multitaskingfähig. Wer das behauptet, kennt Reto Hinnen nicht. Der 29-jährige Schweizer ist ein Hansdampf in allen Gassen. Der Chef der Maxi Car Wash GmbH in Rümlang hat noch zwei weitere Jobs.

Drei Tage in der Woche arbeitet der gelernte Kaufmann bei der Amag-Gruppe, einem großen Auto-Importeur. Parallel dazu büffelt er an seinem Master in Betriebswirtschaft an der School of Management and Law (Winterthur). Ein Abschluss, der ihm sicher weitere neue Türen öffnen dürfte. Dennoch wird Hinnen, das steht für ihn fest, Waschstraßen-Betreiber bleiben. Nicht nur wegen des guten Einkommens. Für ihn ist die Anlage vor allem eine Herzensangelegenheit. Deshalb beschränkt er sich nicht auf die Führung des Geschäfts, sondern packt auch mit an. Mindestens einmal pro Tag ist er vor Ort – und kehrt dabei zurück an seine Wurzeln.

„Hier“, erzählt Hinnen lächelnd, „habe ich als Schüler mein erstes Geld verdient.“ Ohne dass ihn sein Opa als früherer Chef dazu gedrängt hätte. „Ich habe mich um den Ferien-Job förmlich gerissen.“ Besonders stolz war der junge Reto, wenn ihm der Grosätti, wie der Großvater in der Schweiz liebevoll genannt wird, die Hochdrucklanze in die Hand drückte. Der einstige Senior-Chef Ernst Hinnen war ein Waschstraßen- Pionier im Kanton Zürich. „Anfangs gab’s nur wenig Konkurrenz“, berichtet Hinnen Junior. Lange Zeit lief das 1976 eröffnete Geschäft wie geschmiert. Rund 50 000 Wäschen verbuchte der Familienbetrieb pro Jahr. Doch dann ließ es sukzessive nach. „Zuletzt kam mein Großvater, der im Februar 2017 mit 88 Jahren verstorben ist, nur noch auf 25000.“ Zum einen, weil im näheren Umfeld neue Anlagen entstanden, aber auch, weil die Arbeit für den Gründer zusehends beschwerlicher wurde. „Mein Vater und ich übernahmen zwar die Buchhaltung“, sagt Reto Hinnen. „Aber da mein Großvater nicht mehr gut zu Fuß war, wurden zwangsläufig manche Dinge vernachlässigt.“

Feedback ist ihm wichtig

Dies hat sich grundlegend geändert. Die Waschstraße im Industriegebiet von Rümlang ist ebenso neu wie der Chef. Reto Hinnen brachte als Nachfolger seines geliebten Grosättis frischen Wind ins Geschäft. Zuerst nutzte er die fünfwöchige Bauphase, um die Stammkunden zu besuchen. Ein gewaltiger Aufwand, denn deren Anteil (85 Prozent) ist außerordentlich hoch. „Das sind mir meine  Kunden wert“,  betont Hinnen. „Außerdem ist mir ihr Feedback sehr wichtig, um ihre Präferenzen zu kennen.“ Daneben führte er eine Programmanpassung durch und verdoppelte das frühere Angebot auf vier Wäschen. Inklusive einer neuen Preisstaffelung von 14 (11,89 Euro) bis 26 Franken (22,08 Euro). Durchaus angemessen für die im Vergleich zu Deutschland teure Schweiz. „Auf den ersten Blick bezahlt der Kunde etwas mehr als vorher“, erklärt Hinnen. „Im Grunde genommen sind wir aber sogar günstiger geworden.“ Denn die am meisten gefragte Basis-Wäsche umfasse „mehr Leistungen als zuvor“.

Waschen mit Kundenkarte

Gleichzeitig verabschiedete sich Hinnen von den antiquierten Papier-Abreißkarten des Zehnerblocks für Vielwäscher. Er entwickelte eine Plastik-Kundenkarte, die bei Vorauszahlung Rabatt (zehn bis 20 Prozent) gewährt – und mit dem Kassensystem kompatibel ist. Die Karte wird am Automat eingescannt und der Betrag vom Kunden-Guthaben abgebucht. Hinnen sieht darin einen weiteren Vorteil. „Früher haben wir auch Abos verkauft, wussten aber nicht genau an wen. Jetzt habe ich die Kontaktdaten und weiß genau, wer welches Programm wählt und wie oft er wäscht.“ Um das Verhalten seiner Kunden zu analysieren, erfasst Hinnen täglich exakt Daten und Zählerstände. „So weiß ich, wie sich die Präferenzen je nach Wetter und Jahreszeit verändern.“ Viel-Nutzer dürfen sich besonders freuen. „Künftig werden die besten Wäscher des Jahres mit einem Geschenk belohnt.“ Zudem will er seine Klientel künftig per Mail, Brief oder Homepage gezielt auf spezielle Aktionen hinweisen.

Wie wichtig für den Betriebswirt das Eingehen auf individuelle Wünsche ist, zeigt sich bereits bei der Einfahrt in die Anlage. Dort schwingt Bozidar Raduljevic die Lanze, um die manuelle Vorwäsche durchzuführen - seit 27(!) Jahren. „Er ist mir eine überaus wertvolle Hilfe“, sagt Hinnen über den immer freundlichen und gut aufgelegten Mitarbeiter, der mittlerweile zum Inventar gehört. Selbstverständlich kennt der erfahrene Wäscher (fast) alle Kunden mit Namen – und deren Vorlieben. Massenabfertigung? Ein Fremdwort für Raduljevic. „Er nimmt sich immer die notwendige Zeit“, erzählt Hinnen, „egal, ob das Auto stärker verschmutzt ist oder die Felgen eine zusätzliche Reinigung benötigen.“

Apropos Service: Auch die vier Staubsaugerplätze (ein Franken pro fünf Minuten) wurden neu gestaltet und mit modernen Geräten ausgestattet. Das zahlt sich aus. „Auf 500 Kunden entfallen circa 160 Sauger“, sagt der junge Geschäftsmann, der 30 000 Wäschen pro Jahr anvisiert. Um dies zu erreichen, will er bald auch sonntags öffnen. „Denn Autowaschen ist am Wochenende auch in der Schweiz Volkssport Nummer eins.“

Interview

Herr Hinnen, wie sind Sie die Planungen für Ihre neue Waschstraße angegangen?
Zuerst habe ich unsere Stammkunden besucht und nach ihren Präferenzen gefragt. Dann war ich 2017 auf dem Autosalon in Genf. Dort habe ich mir ein Bild von den Herstellern gemacht und geschaut, was technisch möglich ist.

Worauf legen Ihre Kunden besonderen Wert?
Das Wichtigste ist ihnen, dass das Auto optimal sauber und trocken wird.

Warum haben Sie sich für WashTec und das Modell SoftLine² Vario entschieden?
Mein Großvater hatte mit seiner alten Waschstraße in den letzten Jahren oft Probleme mit der Technik. Auch mit dem Service waren wir nicht zufrieden. Deshalb habe ich neben dem Waschergebnis mein Hauptaugenmerk auf diese beiden Punkte gelegt. Auch das modulare Konzept der Anlage hat mich überzeugt. Dadurch hatte ich viele Freiheiten, um meine Vorstellungen umzusetzen.

Welche Module waren Ihnen wichtig?
Ich habe mich für unterschiedliche Bürstenfarben für die einzelnen Waschphasen entschieden. Der Kunde soll wissen, was passiert und wofür er bezahlt. Auch die Foam-Sensation, die in unserem teuersten Programm inklusive ist, finde ich gut. Ein echtes Gimmick und ein Mega-Effekt, der den Vorbeifahrenden signalisiert, dass wir an unserer Waschstraße Action bieten.

Wie fällt Ihre Zwischenbilanz nach knapp zwei Monaten aus?
Meine Erwartungen wurden absolut erfüllt. Wir haben bislang 4 500 Fahrzeuge gewaschen, ohne Probleme, ohne Stillstand. Das waren wir gar nicht gewohnt. Auch mit den Waschergebnissen sind wir sehr zufrieden. Dasselbe gilt für die Waschchemie Auwa. Die Anlage lässt keine Wünsche offen und kann sogar noch mehr, als ich mir vorgestellt habe.

Quelle: Gerhard Hörner, tankstelle 1/2018