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Waschcenter Eichler, Sangerhausen

Unternehmer-Karriere mit WashTec

Wer über das Waschcenter Eichler in Sangerhausen, einer Stadt zwischen Harz und Kyffhäuser, spricht, erzählt die beeindruckende Geschichte eines Mannes, der überlegt zusagt und als Unternehmer anpackt, als sich eine Chance bot. „1999 bekam ich das Angebot, zwei bestehende Portal-Waschanlagen in Sangerhausen zu kaufen. Ein Angebot, das ich meiner Frau verdankte, die damals als selbstständige Geschäftsfrau arbeitete“, beginnt Frank Eichler. Damals war er arbeitslos, jedoch nicht rastlos oder gar ratlos. Damals „hatte ich sicher auch aufgrund meines Alters weder eine Beschäftigung noch die Chance auf eine vielversprechende berufliche Zukunft in Aussicht, denn die Arbeitslosigkeit in und um Sangerhausen war sehr hoch“, erinnert er sich noch gut. Dem Angebot folgte der Kauf zweier in Betrieb befindlicher Portalanlagen. Das Grundstück, auf dem die Portale standen, pachtete er zunächst für drei Jahre. Dann beschloss Frank Eichler, das dazugehörige Grundstück zu kaufen, weil er sichergehen wollte, dass Autowaschkunden seine Portalanlagen auf unbestimmte Zeit problemlos erreichen können. „Ich wollte vermeiden, dass ich das Waschgeschäft wegen des Verkaufs des Grundstücks durch den damaligen Eigentümer hätte aufgeben und die Portale womöglich in den Garten stellen müssen.“ Schon in seiner Zeit als Portalanlagenbetreiber bestand zwischen WaschTec und Frank Eichler eine gut funktionierende geschäftliche Partnerschaft zum gegenseitigen Vorteil, da die Portalanlagen Wesumat-Fabrikate waren. Anlagen, die nach der Wiedervereinigung als die ersten automatischen Fahrzeugwaschanlagen Sangerhausens in die städtische Geschichte eingingen und zum Zeitpunkt seiner Übernahme bereits neun Jahre Fahrzeuge zuverlässig reinigten und pflegten.

Idee mit Pfiff

An das Grundstück, auf dem die Wesumat-Portale standen, grenzte ein brachliegendes Grundstück. Frank Eichler kannte den Eigentümer, der ihm vorschlug, darauf eine SB-Waschplatzanlage zu errichten. „Das wird nichts“, lehnte Eichler ab. Jedoch ging ihm das brachliegende Grundstück nicht aus dem Sinn. In seinem Geiste entstand 2010 schließlich die Idee, auch das Nachbargrundstück zu kaufen und darauf eine moderne Waschstraße, SB-Boxen und Staubsauger-Plätze zu errichten. So schlug er dem ihm bekannten Grundstückseigentümer vor, das Grundstück zu kaufen. Allerdings machte Eichler den Erwerb an der Bedingung fest, eine Finanzierungszusage für das geplante Waschcenter zu bekommen. Die Verhandlungen mit mehreren Banken verliefen äußerst zäh, in denen es um rund eine Million Invest ging. Als die Finanzierungszusage eines Kreditinstitutes doch noch kam, erwarb Familie Eichler ihr zweites Grundstück und konnte – endlich – mit dem Bau der Waschstraße beginnen. Eine Diskussion darüber, von welchem Hersteller die Waschtechnik kommen sollte, gab es nicht. Der Grund leuchtet ein. Frank Eichler hatte in seinen vorangegangenen Geschäftsjahren als erfolgreicher Portalanlagenbetreiber nicht nur zwei Nachfolger-Portale von WaschTec in 2003 und 2007 gekauft, sondern auch mit dem Außendienstmitarbeiter Heiko Blochberger effizient und erfolgreich zusammengearbeitet.

Das Maß der Dinge

Im Unterschied zu sonst üblichen Installationen bestimmten nicht die Hallenmaße, welche und wie viele Technik-Segmente in der Waschstraße hintereinander gereiht werden, sondern Frank Eichler. Seine Vorstellungen von den notwendigen Modulen und das praktisch Machbare am Standort wurden mit erarbeitender Unterstützung der erfahrenen WashTec-Berater in Kongruenz gebracht. Sechs große Schaufenster auf der linken Gebäudeseite sollen viel Licht in die Anlage bringen. Hinter der bis an die Decke gefliesten rechten Wand stehen die Wasseraufbereitungsanlage, Waschchemie, sanitäre Anlagen und Umkleideschränke für die Mitarbeiter. Während Frank Eichler das Chefbüro vis a vis des Vorwaschplatzes an der Einfahrt zur Waschstraße einrichtete, plante er einen kleinen Imbiss an der Ausfahrt. Die Idee ist deswegen noch nicht realisiert, weil „ich befürchte, dass das Waschcenter an sonnigen Wochenenden nicht nur für die Fahrzeugwäsche genutzt wird. Ich kann mir gut vorstellen, dass dann Klappstühle aus dem Kofferraum geholt werden und kleine Feste gefeiert werden. Dazu möchte ich es nicht kommen lassen.“

Während das Jahr 2012 für die Planung benötigt wurde, begannen Tief- und Hochbauleute Anfang 2013, das 34 Meter lange Waschstraßengebäude nach den Anlagenmaßen und technischen Notwendigkeiten zu errichten. Die Montage-Spezialisten von WashTec installierten das modular aufgebaute Waschstraßensystem SoftLine2 schließlich im Herbst 2013. Ein System, dass makellose Waschergebnisse insbesondere deswegen liefert, weil es mit Bedacht und Weitsicht auf der Grundlage umfangreicher praktischer Erfahrungen  Frank Eichlers und den WaschTec-Beratern vor allem gemeinsam konzipiert wurde. Ein modulares System, dessen Bestandteile unter anderem ein feststehender Hochdruckbogen, Unterbodenwäsche und ein Radschwellerwäscher mit Hochdruckdüsen für ein besseres Felgenreinigungsergebnis heißen. Ein System mit  Walzenstation fürs Waschen, deren Bürsten mitfahren. Ein System, zu dem ein Konservierungsbogen, Gebläsetrockner und umlaufender Tuchtrockner gehören. Planmäßig ist auch das moderne, automatische Schnelllauftor an der Ausfahrt der Waschstraße, dass Anlage und Mitarbeiter vor Winden und widrigen Witterungen schützt. Vor schlechtem Wetter schützt auch ein großzügig bemessener Vorwaschplatz, der in das Waschhallengebäude integriert wurde.

Nach einer Woche passend

Nachdem die Monteure die letzte Schraube an der Anlage festzogen, dauerte es etwa eine Woche, bis die Einstellarbeiten exzellente Waschergebnisse hervorbrachten. „Große Probleme gab es ohnehin nicht, höchstens Kleinigkeiten“, blickt Frank Eichler zurück.
Neu für diejenigen Kunden, die ihre Fahrzeuge nicht in die Waschstraße steuern, und auch neu für Frank Eichler waren außerdem die SB-Waschplätze. Das Waschcenter bietet den Kunden für die eigenständige Reinigung und Pflege den Service einer Drei-Platz-Rackanlage. Der Technikcontainer mit den notwendigen Aggregaten für den Betrieb teilt die Waschbox-Ordnung nicht. Frank Eichler ließ sie an der Stirnseite der Boxenreihe platzieren. Der Container beherbergt auch den WashTec-Wechsler, an dem Kunden die notwendigen Jetons kaufen. Diejenigen Kunden, die nur große Scheine dabei haben, werden gebeten, sie an der Einfahrt zur Waschstraße zu wechseln. Die bodenbeheizten SB-Waschboxen bieten die Programm-Klassiker – Intensiv-Vorreinigung, Hochdruck, Aktivschaum, Klarspülen, Wachspflege und Glanzspülen. Um die Flecken-Diskussion der Selbstwäscher insbesondere von Haltern dunkler Fahrzeuge erst gar nicht aufkommen zu lassen, entschied er sich für eine Osmose-Anlage. Eine kluge Entscheidung, da das Wasser in Sangerhausen sehr hart ist.

Weniger ist mehr

Eichler ist ein Mann für klare Worte, verständliche Strukturen und unmissverständliche Informationen. Gegenüber den Kunden spiegelt sich dies unter anderem in einer äußerst aufgeräumten Waschprogrammstruktur wider. „Wir haben drei Waschprogramme und wollten die Anzahl bewusst so gering wie möglich halten.“ Nach einer gründlichen Marktbeobachtung vor Eröffnung des Waschcenters stellte Frank Eichler fest, dass viele Kollegen eine lange Liste an der Einfahrt haben, mit der man sich viel zu lange beschäftigen muss und schließlich doch nicht weiß, was man am besten machen soll. „Ich wollte es für die Kunden übersichtlich halten. Zudem entschied ich mich für moderate Waschpreise.“

Seine Kunden sind in erster Linie Stammkunden, die ihre Fahrzeuge schon viele Jahre in den Portalen waschen ließen. Loyale Firmenkunden aus dem unmittelbaren Gewerbepark, dem Standort der ehemaligen Sangerhäuser Maschinenfabrik, Geschäftsleute und Einwohner der Stadt sowie Autofahrer aus dem Umland. Denn unmittelbare Mitbewerber gibt es nicht. „Sie sind alle zu weit weg“, weiß Frank Eichler. Dennoch „bemühten wir uns in der Startphase sehr um neue Kundschaft. Wir ließen beispielsweise 3.000 Eröffnungswäsche-Flyer in einer sonntäglichen Ausgabe des hiesigen Wochenspiegels einlegen. Das Ergebnis war ein großer Flopp.“ Mit der Kundenkarte, die nach zehn Wäschen eine Gratis-Wäsche möglich macht, und der zuverlässigen WashTec-Technik als Basis für erfolgreiche Autowäsche gelang es dem Eichler-Team, deutlich mehr zu motivieren. „Der Stempel auf der Kundenkarte ist wichtig. Das wissen die Kunden.“

Vieles in einer Hand

Für seine Kunden hält das gesamte Eichler-Team das Waschcenter in Schuss. Einen Service-Vertrag mit WashTec schloss Frank Eichler für die Waschstraßentechnik deswegen nicht ab, da diese „anspruchsvolle Aufgabe der Junior zuverlässig übernahm.“ Felix Eichler ist es, der die Waschstraße vorschriftsmäßig pflegt und wartet und dabei Technik, Glanz und Farbe erhält. Das durchgängig einheitliche Farbkonzept der Technik in der Waschstraße, ein grün-gelb-orange leuchtendes Ensemble, findet an den Stützen und der Attika, den Saugern und dem Info-Pylon seine Fortsetzung. Verschieden sind jedoch die Öffnungszeiten. Während in den SB-Boxen außer an Feiertagen täglich von 6 bis 22 Uhr gewaschen werden kann, sind die Öffnungszeiten der Waschstraße nach Wochentagen strukturiert und beispielsweise an den Werktagen von 8.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. „Das Waschcenter genau so und nicht anders zu öffnen, basierte auf persönlichen Erfahrungswerten, die ich in den vergangenen Jahren sammelte“, so der Center-Chef, der darüber hinaus die Öffnungszeiten saisonal abhängig festlegte.

Dass Frank Eichler gegenüber dem Kunden stets hält, was er verspricht, kommt gut an. Gut an kommt auch die Arbeitsbekleidung. Schicke, sandfarbene Overalls für Chef und Mitarbeiter und Sicherheitsarbeitsschuhe vermitteln Professionalität. „Wir haben uns zusammengesetzt und in Katalogen nach dem Passenden gesucht. So sehen wir ordentlich aus.“ Stimmig sind auch Ergebnis und Erlebnis. Reklamationen gibt es kaum. Und „technische Probleme mit der Anlage gab es in den zweieinhalb Jahren nicht“, zeigt sich Frank Eichler Dank WashTec zufrieden.

Text/ Bilder: Bernd Fiehöfer