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VIP-Autowaschsalon, Rastatt

Alles aus einer Hand

Wer den VIP-Autowaschsalon im Rastatter Auto-Service-Park „Untere Wiesen“ ansteuert, muss nicht lange nach dem Chef suchen. Ralph Kinze steht direkt an der Zufahrt in die Waschstraße und kassiert soeben einen Kunden ab. Zwei weitere Mitarbeiter reinigen das Fahrzeug davor mit der Hochdrucklanze. Der gebürtige Nordrhein-Westfale betreibt seit 1997 die Waschstraße im badischen Rastatt. Seine Familie hatte bereits erste Erfahrungen mit Waschanlagen in Dortmund und Herten gesammelt. Das 600 Quadratmeter große Grundstück in dem Gewerbegebiet in Rastatt hat Kinze gepachtet. In unmittelbarer Nachbarschaft sind Autoservicebetriebe und der TÜV. Ursprünglich wollte er die Anlage nur verpachten. Doch mit dem ersten Pächter hatte er kein Glück. Der hatte eines Tages, so erzählt Kinze, die Türe zugeschlossen und ist abgehauen. Daraufhin beschloss er, die Anlage selbst zu betreiben, die Anlage in Dortmund betrieb sein Vater weiter. Sein Einzugsgebiet reicht mit einem Radius von 15 Kilometern bis Karlsruhe und Baden-Baden. Rastatt selbst hat rund 49.000 Einwohner.

Zunächst setzte er die Wäsche mit der bereits vorhandenen Anlage (einer WS 50) fort, immerhin war es die erste in Rastatt mit Textilmaterial. Danach erfolgte der Umbau auf eine WS 100 SoftLine von WashTec und ein Vordach wurde eingezogen. Vor zwei Jahren, die Maschine war mittlerweile zehn Jahre alt, wurde nochmals umgebaut und ein Staubsaugervordach kam dazu. Bei dem Umbau wurde das 47 Meter lange Gebäude komplett entkernt und es wurde die Waschstraße SoftLine Vario von WashTec eingebaut. Die Kette wurde auf 36 Meter verlängert. Die Umbauarbeiten dauerten rund fünf Monate. Mit neuer Beckentechnik von 3A Wassertechnik und einer neuen Kiesfilteranlage von Nais startete der Betrieb wieder. Dank der Wasseraufbereitung benötigt die Anlage pro Fahrzeug nur knapp 38 Liter Frischwasser. Die Brauchwasserqualität begeistert den Betreiber. Diese wird durch den permanenten Filterprozess und die regelmäßige Entsorgung der anfallenden Filterrückstände stets gewährleistet. Für die Basiswäsche mit Kundenkarte verlangt Ralph Kinze 8,50 Euro, ohne Kundenkarte neun Euro. Das Staubsaugen für die Innenreinigung ist im VIP-Autowaschsalon kostenlos. Eine Kontrolle, ob der Kunde auch gewaschen hat, gibt es nicht. Die wenigen schwarzen Schafe, die das ausnutzen, kann er verschmerzen.

Mit WashTec arbeitet er bereits seit über 30 Jahren zusammen „und da kann mich auch keiner davon abbringen. Ich habe schon viele Produkte gesehen, aber ich bin von WashTec überzeugt.“ Und zur Bestätigung fügt er hinzu: „Immerhin läuft diese Anlage seit zwei Jahren komplett störungsfrei.“ Ebenso begeistert ist er von AUWA, deren Produkte er auch einsetzt. „Zum einen ist es einfacher, alles über eine Kundennummer zu erfassen, und zum anderen will ich nicht stückeln, sondern alles aus einer Hand haben“, erzählt er. Zuvor hat er schon mit vielen Chemieanbietern zusammengearbeitet. Doch er will vermeiden, dass bei Problemen der eine Lieferant die Schuld auf den anderen schiebt.

Nach einem Besuch in der „World of Carwash“ in Augsburg hat der Betreiber sich entschlossen, Shine Tecs einzusetzen. „Das, was die Auwa im Moment anbietet, ist für meine Begriffe sensationell, sowohl das ShineTecs als auch das neue Wachs ShieldTecs“, erklärt Kinze. „ShieldTecs habe ich mir dieses Jahr auf der UNITI expo angeschaut und habe außerdem vom Außendienst einiges darüber erfahren. Ich bin von ShieldTecs jetzt schon überzeugt und setze immer auf Premium-Produkte, da ist der Preis auch zweitrangig. Ich habe nichts davon, wenn ich billige Chemie nehme. Als ich ShineTecs an meiner Waschanlage einführte, habe ich den Preis zunächst nicht erhöht, ich wollte einfach mal sehen, wie es bei den Kunden ankommt.“ Die Kunden haben ihn nach der Wäsche gefragt, was er mit ihrem Auto gemacht hat. Die Resonanz war durchweg positiv. Besonders als die Kunden feststellten, dass nach vier Wochen Regen, das Wasser immer noch vom Lack abperlte. „Von meinen Stammkunden bekomme ich immer wieder ein positives Feedback“, berichtet er. „Ich bin jeden Tag während der Öffnungszeiten an meiner Anlage und wasche mit. Ich lebe hier zwölf Stunden am Tag, wenn’s reicht. Außerdem spreche ich regelmäßig mit meinen Kunden, das Zwischenmenschliche sehe ich als absolut notwendig an.“ „Man spricht miteinander“, erzählt Kinze. Und wenn ein Auto nicht sauber geworden ist, dann entscheidet er sehr schnell und der Kunde fährt nochmals durch die Anlage.

Die manuelle Vorwäsche mit Hochdrucklanze muss sein

Er beschäftigt zwei feste Mitarbeiter und fünf Aushilfen. Obwohl heute viele auf Express-Wäsche schwören, ist Kinze der Meinung, dass ein menschliches Auge immer noch mehr sieht wie jeder Roboter. Und das sehen auch viele seiner Kunden so, die auch deshalb zu seiner Anlage fahren, weil sie wissen, dass hier noch ein Mitarbeiter die Vorwäsche mit der Hochdrucklanze vornimmt. Bei den Express-Anlagen hat er festgestellt, dass auch dort oft noch ein Mitarbeiter um das Auto läuft und mit der Bürste über das Nummernschild oder sonstige neuralgische Stellen wischt. Zudem stört Kinze bei der Expresswäsche der hohe Chemieeinsatz. Da wird es schon schwierig, die VDA-Werte einzuhalten. Und das Qualitätssiegel „VDA-konforme Autowaschanlage“, das der VIP-Autowaschsalon in Rastatt seit November 2016 führt, ist ihm wichtig. „Weil ich einfach nach außen zeigen will, dass ich mich Kontrollmechanismen unterwerfe. Ich möchte im Schadensfall belegen können, dass meine Anlage kontrolliert ist“, erklärt er. Ebenso als notwendige achtet er regelmäßige Wartungsarbeiten durch den Hersteller WashTec. Dafür wird die Anlage sogar für zwei Tage geschlossen. „Ich hatte einen Fall, bei dem mir ein Kunde rückwärts ins Gebläse gefahren ist. Als Erstes wollte der Gutachter die Wartungsunterlagen sehen. Die vorweisen zu können, sehe ich als absolut notwendig an“, informiert er. Die Reinigung der Anlage wird täglich von Kinze und seinen Mitarbeitern mit AUWA-Produkten in Eigenregie durchgeführt. Dazu wurde die Halle extra mit einem Industriefußboden beschichtet, der nach dem Wasserhaushaltsgesetz zertifiziert ist. Der Boden, so Kinze, lässt sich leicht mit einem Wasserabzieher säubern säubern. „Schließlich dient die Reinigung auch dem Werterhalt der Maschine“, weiß der Betreiber. Geöffnet ist seine Anlage von Montag bis Freitag von acht bis 19 Uhr und samstags von acht bis 18 Uhr. Seine stärksten Waschtage sind Freitag, Samstag und der Montag.

Mit dem Kartengeschäft die Umsätze gesteigert

Von der Sonntagswäsche hält er nichts, er glaubt nicht an Mehreinnahmen dadurch und geht eher von einer Umsatzverlagerung aus. Vielmehr legt er Wert darauf, dass seine Mitarbeiter die Wäsche aktiv verkaufen, nicht nur die Hand aufhalten und kassieren. „Zudem mache ich alle zwei Wochen für vier Wochen ein neues Angebot, das bewerbe ich auch über Facebook“, erzählt er. Als positiv empfindet Kinze, dass mit seiner Akzeptanz von Flottenkarten wie DKV auch die Zahl der Kunden zunimmt. Zwar muss er an DKV und UTA seinen Obolus entrichten, doch es rechnet sich nach seinen Worten. Viele, die mit ihrem Firmenwagen kommen und zufrieden sind, steuern auch mit ihrem Privatwagen die Anlage an. Auch bei der Girocard war er zunächst skeptisch, doch mittlerweile steht er den Kartenkunden sehr offen gegenüber. 25 bis 30 Prozent der Wäschen gehen über die Girocard. Bei dieser Menge lohnt es sich dann schon, dass er und seine Mitarbeiter an der Einfahrt in die Waschanlage mit einem drahtlosen WLAN-Terminal kassieren. „Das klappt reibungslos“, resümiert der Betreiber. Das Bezahlen mit dem Handy sieht er übrigens als den nächsten Trend.

Text/ Bilder: Hans Rongisch, TankstellenWelt 7-8/2018